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"Ich sehe was, was du nicht siehst..."- Beteiligungsprojekt am 19.11.16 in der Gießener Weststadt

 
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Insgesamt zehn Jugendliche und drei Moderator_innen waren an dem in der Gießener Weststadt stattfindenden Projekt beteiligt. Ziel  war es, die Sichtweisen der Jugendlichen auf ihren Sozialraum zu erfassen und diese im nächsten Jahr mit einer Fotodokumentation auf einer öffentlichen Sitzung zu präsentieren und umzusetzen.

Nach einer kurzen Vorstellung des Moderationsteams, hatten die Jugendlichen die Möglichkeit gute sowie schlechte Orte im Stadtteil zu benennen und auf einer Karte mit Pins zu markieren. Die Orte wurden zudem schriftlich auf einem Flipchart festgehalten. Häufig wurden hier öffentliche Plätze, Kioske und Grünflächen genannt. Anschließend diskutierte die Gruppe über die Gründe für die gute oder schlechte Bewertung. Positive Assoziationen hatten die meisten Jugendlichen mit denjenigen Orten, an denen sie sich treffen und gemeinsam Zeit verbringen oder Sport treiben, z.B. Mountainbike fahren. Zudem wurden die Jugendeinrichtungen des Diakonischen Werkes der Gießener Weststadt (Jugendclub und Holzpalast) sehr positiv bewertet, da die Angebote sehr vielseitig sind und die Jugendlichen die Möglichkeit haben, mit anderen in Austausch zu kommen. Neben den „guten“ nannten die Jugendlichen auch Orte, die sie nicht kennen, meiden oder umgestaltet werden müssten. Dazu gehörte ein neu bebautes Wohngebiet, das „alte Gebiet“ sowie solche, die derzeit keinerlei Nutzung haben. Darüber hinaus gibt es Orte, die prinzipiell gerne für sportliche Aktivitäten besucht werden, jedoch durch Vernachlässigung teilweise nicht adäquat genutzt werden können.

Nach einer gemeinsamen Essenspause teilte sich die Gruppe für eine Stadtteilbegehung in zwei Kleingruppen auf. Um sowohl die Sichtweisen der Jungen, wie auch die der Mädchen zu erfassen, sind die Jungen und Mädchen getrennt voneinander losgegangen. Jeweils ausgestattet mit einer Kamera und in Begleitung einer externen Moderatorin suchten die Jugendlichen die „guten und schlechten“ Orte auf und fotografierten diese. Während der Begehung berichteten die Teilnehmer_innen über die Orte und deren Bedeutung für sie und die Bewohner der Gießener Weststadt. Hervorgehoben wurde vor allem die vor zwei Jahren errichtete Fußgänger- und Radfahrerbrücke (Christoph- Rübsamen Steg) zwischen der Gießener West- und Nordstadt, mit der sie eine gewisse Unabhängigkeit und Integration in die Stadt verbinden. Viel Kreativität zeigten die Jugendlichen bei ihren Ideen zur besseren Nutzung von brach liegenden Grünflächen, welche möglicherweise für sportliche Aktivitäten umfunktioniert werden könnten, dabei jedoch ihren „natürlichen Charme“ beibehalten sollen.

Nach der Begehung traf sich die Gruppe erneut im Plenum, um die Ergebnisse zu diskutieren. Es entstanden zahlreiche kreative und vielfältige Ideen, welche im nächsten Jahr bei einer öffentlichen Sitzung vorgestellt werden sollen. Hierfür werden die Jugendlichen eine Auswahl der Fotos in Form einer Ausstellung präsentieren.

Die Teilnehmenden haben sich sehr gut auf das Projekt eingelassen und engagiert mitgearbeitet. Die Jugendlichen hatten großen Spaß ihren Stadtteil zu erkunden und offen über ihre Wünsche und Vorstellungen zu sprechen. Ziel ist es im nächsten Jahr einige der Ideen konkret gemeinsam mit den Jugendlichen umzusetzen.

                                                                           

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